`Die Polizei habe im Fall Wörz gelogen, betrogen, getrickst, um einen Täter aus den eigenen Reihen zu schützen; .....`
"Justiz hat mit Gerechtigkeit so viel zu tun wie
die Landeskirchenverwaltung mit dem lieben Gott."
`Großzügige` Justiz:
Harry Wörz erhält für jeden Tag, den er unschuldig in Haft verbracht hatte, 25 Euro Entschädigung.
SEHR GROßZÜGIGE JUSTIZ:
Der mutmaßliche Täter; Polizist Thomas H., (möglicherweise der eigentliche `Würger von Mannheim`), darf weiterhin auf Staatskosten Dienst leisten.
Eben: Wie es aussieht, hatte Harry Wörz nur den Nachteil, kein Polizeibeamter zu sein.
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Markus Lanz - Erschreckende Details im Skandal um Harry Wörz:
(von Thilo Maluch 29. Oktober 2009)
Nach dem Freispruch für Harry Wörz, dem angeblichen "Würger von Mannheim", versuchte Markus Lanz Licht in den Justizskandal zu bringen. Dabei drängte sich auch ein schrecklicher Verdacht auf:
Die Polizei habe im Fall Wörz gelogen, betrogen, getrickst, um einen Täter aus den eigenen Reihen zu schützen.
Pikant: Nicht nur Andrea Z., sondern auch ihr Vater, der Harry Wörz für den Täter hält und der zur Tatzeit in ihrem Haus war, sowie ihr Geliebter Thomas H., gehörten damals alle der Pforzheimer Polizei an. Schnell war nach der offensichtlichen Beziehungstat klar, dass nur zwei Täter in Frage kommen konnten: Harry Wörz oder der Polizeibeamte Thomas H.
Wahrscheinlich war das Pech von Harry Wörz, dass er der einzige der Beteiligten gewesen ist, der kein Polizist war. Hubert Gorka, der Anwalt von Wörz, berichtete jedenfalls bei Markus Lanz von Schlampereien der zuständigen Polizei und seltsam einseitigen Ermittlungen gegen seinen Mandanten.
So seien etwa Teile der Ermittlungsakten verschwunden, die belegen sollten, dass der Polizist Thomas H. nicht nur zur Gewalttätigkeit neige, sondern dass es auch erhebliche Zweifel an seinem Alibi gebe. „Im Fall Harry Wörz sind wichtige Zeugenaussagen unterdrückt worden“, beklagte Gorka.
Ein Beispiel für die Einseitigkeit der polizeilichen Ermittlungen sei etwa, dass die zuständigen Beamten angewiesen worden seien, nicht zu überprüfen, ob das Auto ihres Kollegen in der fraglichen Nacht bewegt wurde. Nur durch einen Zufall sei später ans Licht gekommen, dass ein Polizeibeamter diese Prüfung trotzdem durchgeführt habe. Dabei seien Anhaltspunkte gefunden worden, dass der Wagen des Liebhabers in der Nacht durchaus benutzt wurde; ..........
Das Landgericht Mannheim hält einen der ermittelnden Polizisten für den wahren Täter.
..........; Waetke damals und kritisierte die Arbeit der Ermittler scharf: "Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass in manchen Punkten nicht objektiv ermittelt wurde."
Auch die Gerichtsreporterin Gisela Friedrichsen, die den Fall seit 1997 verfolgt, hält Wörz für offensichtlich unschuldig. Die Indizienbeweise gegen Wörz seien wenig überzeugend, außerdem fehle ihm ein Motiv. Trotz der Scheidung seien Wörz und Andrea Z. keineswegs verfeindet gewesen. „Es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass er Aggressionen gegen seine Frau hegte“, sagte die Journalistin in der Sendung.
Thomas H. dagegen sah sich einem Ultimatum seiner Ehefrau ausgesetzt, die von der Beziehung zu Andrea Z. wusste. Sie habe H. zwingen wollen, sich endlich zwischen ihr und seiner Geliebten zu entscheiden.
Polizist Thomas H., der als Verdächtiger sogar Teile der Ermittlungsarbeit selbst übernommen hatte, ist laut Polizeidirektion Pforzheim mittlerweile nicht mehr im operativen Dienst tätig. Er werde daher "ab sofort im Innendienst der Polizeidirektion Pforzheim eingesetzt".
Der 43-jährige Wörz aus Birkenfeld bei Pforzheim hat sich nach dem spektakulären Freispruch in dem mehr als zwölf Jahre dauernden Verfahren erst einmal zurückgezogen. „Es hat ihn doch sehr mitgenommen“, sagte sein Anwalt Hubert Gorka.
Ob gegen den Polizisten, der in der Urteilsbegründung des Landgerichts Mannheim ausdrücklich als Tatverdächtiger benannt wurde, nun Ermittlungen eingeleitet werden, ist weiterhin fraglich.
Rechtsanwalt Gorka hat jedenfalls wenig Hoffnung dass es dazu kommen wird. „Ich habe seit dem Jahr 2001 versucht die Staatsanwaltschaft davon zu überzeugen endlich zu ermitteln“, sagt Gorka.
Seit 2001 höre er von den Staatsanwaltschaften in Karlsruhe und Mannheim: „Nein, wir haben ja den Richtigen. Wir ermitteln nicht.“ (JA, UNSERE JUSTIZ DARF SICH AUSSUCHEN, WELCHE TÄTER SIE SCHÜTZT ! - HARDY KAISER).
Als Täter wurde ihr getrennt lebender Ehemann Harry Wörz wegen versuchten Totschlags zu elf Jahren Haft verurteilt. Zum dritten Mal stand er dafür vor Gericht – jetzt wurde Harry Wörz freigesprochen.
QUELLE: http://www.welt.de/fernsehen/article5012863/Erschreckende-Details-im-Skandal-um-Harry-Woerz.html.
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